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Best of Doom Metal, Skullcrusher Dresden 2019

10 Nov

Ein Abend mit vier der angesagtesten Bands, die derzeit das Genre bespielen (und fast eine Samhain Celebration Teil IV).

Vorab, als gebürtige Dresdnerin, die die meiste Zeit ihres Leben hier verbracht hat, aber oft ausgeschwärmt ist, um all die tollen Bands da draußen mal live zu erleben, waren diese Heimkehr und das Line-up an diesem Abend ein echtes Highlight. Was die Veranstaltung für mich noch besonderer machte, war die Tatsache, mit WERIAN zum ersten Mal eine Band fotografieren zu können, die gleichzeitig auch meine Illustrationen auf der Bühne als Stage Art verwendet. Zudem muss ich für den Skullcrusher eine Lanze brechen: es wurde vorab bestens über die Veranstaltung und den Ablauf informiert, und es gab an der Abendkasse tatsächlich noch Karten. So kamen zwei gute Freunde auch noch problemlos rein. Und zu guter letzt konnte ich, im letzten Jahr auf der Samhain Celebration in Gotha geknüpfte, Freundschaften aufwärmen. Der Skullcrusher fuhr zwar kein derartiges künstlerisches Begleitprogramm auf (diesbezüglich sind ein Event, wie das in Gotha oder die Veranstaltungen der “Funkenflug Society” in Österreich, wohl tatsächlich unvergleichlich). Dafür lag der Fokus ganz und gar auf den Bands. Und die lieferten.

Werian 20:30 – 21:10 Uhr
Dekadent 21:30 – 22:20 Uhr
Dècembre Noir 22:40 – 23:40 Uhr
The Ruins Of Beverast 00:00 – 01:00 Uhr

WERIAN

Pünktlich und puristisch ging es los. In blaues und rotes Licht getaucht, präsentierten WERIAN, mit dem hypnotischen “March through Ruins” und dem treibenden “Blade of Heresy”, zwei Songs von ihrem aktuellen Album “Animist”, sowie das eingängige “Acid Rain” vom Vorgängeralbum “Lunar Cult Society” (beide erschienen bei Eisenwald). Den Doom Metal Fan wird es nicht wundern, denn bei WERIAN füllen drei Songs tatsächlich fast eine ganze Stunde. Über den Auftritt bin ich etwas im Zwiespalt. WERIAN sind verdammt gute Musiker und liefern fantastische und originelle Studioalben ab, wie auch in diversen Reviews der Fachpresse nachzulesen ist. Aber, sie spielen nur selten live. Nun kamen noch (o-Ton De Tonator) Krankheit und ausgefallene Proben hinzu. Mir wäre das aber alles gar nicht weiter aufgefallen, wenn nicht ein erwartungsvoller Fan meinen positiven Eindruck gedämpft hätte. Denn, mit Ausnahme einiger Passagen, haben mich WERIAN trotzdem mitgenommen, in ihre düstere Klangwelt aus Schamanismus und rhythmischer Geisterbeschwörung. Auch meiner Begleitung gefielen die Klänge und ein mehr als zur Hälfte gefüllter Saal schien das ähnlich zu sehen.

Letztlich war ich froh, WERIAN überhaupt wieder live zu sehen. Möge diese einzigartige Kombination aus schwarzer Kunst und harter Musik noch eine Weile fortbestehen. Zu ergründen gäbe es sicher noch einiges, sowohl hinsichtlich der bandeigenen Thematik als auch musikalisch.

DEKADENT

Mit einem Querschnitt durch DEKADENTs “The Nemean Ordeal”, “Veritas” sowie die Compilation “DEKADA – A Manifest Of Liberty” geht es weiter. Für mich ist dies eine Erstbegegung und ich bin positiv überrascht. Mit einer ambitionierten Mischung aus Heavy, Melodic, Black, Death und Avantgarde suchen sich DEKADENT aus allem ein bisschen vom Besten heraus. Solche Experimente können schnell schief gehen (zu melodisch, zu vertrackt oder in der Endkonsequenz zu belanglos), aber hier gefällt mir die live dargebotene Mischung durchaus. Es gibt es in jedem Song mitreißende Passagen. So gelingt es DEKADENT, eine kühle und doch lichte Atmosphäre zu erschaffen, welche z.B. Bilder eines nebeligen, langsam von Lichtstrahlen erhellten, post-apokalyptischen Morgens erweckt. Themen wie Tod und der (gesellschaftliche) Verfall werden, in den zusätzlich mit surrealen und prophetischen Visionen gespickten Songs, immer wieder aufgegriffen. Insgesamt ein solider Auftritt, jedoch fehlte mir im Großen und Ganzen noch irgendwie das i-Tüpfelchen.

Zeit für eine Pause an der frischen Novemberluft. Um und vor der Treppe zum Club tummeln sich inzwischen um die 200 Leute und genießen mit Bier und/oder einem Fischbrötchen vom Imbisstand draußen, die Zeit bis zum nächsten Act. Hier treffe ich auch die zwei sympathischen Besucher aus dem Erzgebirge wieder, die ich bei der letzten Samhain Celebration kennenlernen durfte. O-Ton Sören: “Wiebke, dass du noch mal einen solchen Bierbauch bekommen würdest!” Mit meinem SHAARIMOTH Longsleeve versuche ich eben jenes Bäuchlein warm zu halten, fühle mich allerdings ein bisschen underdressed, zwischen den ganzen mit Patches und Pins geschmückten Lederjacken und Kutten. Meine Ledri ist leider in Düsseldorf geblieben. An der Bar sorge ich zudem für Enttäuschung, als ich nur ein weiteres Wasser bestelle. Ich verweise auf meinen “Bierbauch” und tue so als wäre es Klarer, was wiederum für Heiterkeit sorgt. An dieser Stelle seien die extrem sozialen Getränkepreise des Skullcrushers lobend hervorgehoben! Es fehlt einem hier an nischt und gemütlisch isses och… aber zurück zur Musik.

DECEMBRE NOIR

Düster, schleppend und mit tiefen Growls präsentieren die fünf Mitglieder von DECEMBRE NOIR eine deftige aber auch eingängige Kombination aus Death und Doom Metal. Die Setlist entnehmt ihr bitte den Fotos. Als ich diese nun noch einmal durchhöre, stelle ich fest, dass zu den meisten live gespielten Titeln auch professionelle Musik-Videos existieren, die ich ästhetisch durchaus ansprechend aber thematisch als etwas klischeehaft empfinde. Live dargeboten, machen die Songs dagegen durchaus Druck. Der Saal ist inzwischen auch bis in die hinteren Reihen gefüllt und in den vorderen wird von “In This Greenhouse Of Loneliness And Clouds” bis “Barricades” mitgebangt. Ein insgesamt kompakter und souveräner Auftritt, an dem es wenig zu kritteln gibt. Allein, dass mich DEKADENT dann doch einen Hauch mehr fasziniert haben.

Inzwischen ist noch ein weiterer guter Freund zu mir gestoßen, sowie DeTonator von WERIAN und alsbald dreht sich das Thema nur noch um bereits vorhandene Kinderchen, sowie jene, die da noch kommen mögen. Selbst drinnen, an der Bar, spricht Mann nebenan von seinem “Kleinen”… Hatte ich anfangs noch Bedenken, dass dieser Abend doch ein bisschen zu ruppig, zu verraucht oder einfach zu sehr Metal für eine werdende Mama werden könnte, waren spätestens jetzt alle Zweifel beseitigt. Und weiter geht es, mit der musikalischen Früherziehung und dem definitiven Höhepunkt des Abends…

THE RUINS OF BEVERAST

Die Qualität einer Musik definiert sich nicht unbedingt über komplexe Arrangements oder die Anzahl der Petals der die Saiten bedienenden Musiker und Vokalisten. Manchmal tragen solche technischen Aspekte aber gewaltig dazu bei, wie z.B. bei THE RUINS OF BEVERAST. Nun ging ich in vielerlei Hinsicht unbedarft an diesen Auftritt heran. Weder war ich ausgemachter Fan der THE RUINS vorausgegangenen NAGELFAR, noch kann ich das Van Records Rooster rauf und runter zitieren. Aber, dank der Zusammenarbeit mit WERIAN, war es mir vergönnt, nun auch einmal vom musikalischen Ambrosia der RUINS kosten zu dürfen. (Sorry MOSAIC, der Pun kam mir gerade so ein.)

Genug des Vorgeplänkels. Es geht los. Ich muss mich ein wenig unhöflich vorzwängen, um eine halbwegs gute Position zum Fotografieren einnehmen zu können. Denn der Saal ist nun randvoll gefüllt (wenn auch nicht erdrückend) und vorn bin ich nicht die einzige mit der Absicht ein paar nette Konzertfotos zu machen. Ich versuche aber, mich zu bremsen. Blitzlicht ist eh tabu. Und es wird auch bei den RUINS genebelt was die Maschine hergibt. Ob der fortgeschrittenen Stunde ist meine Konzentrationsfähigkeit auch nicht mehr die beste. Also lasse ich mich jetzt auch einfach mal treiben…

Einige Passagen erinnern mich irgendwie an alte SAMAEL und andere morbide Engel (vermutlich bei “Kain’s Countenance Fell”), oder auch an die epischen Kompositionen PRIMORDIALS in ihren besten Zeiten. Desweiteren greifen THE RUINS das schamanische Thema wieder auf, mit welchem WERIAN den Abend eingeleitet haben. So schließt sich der Kreis an diesem Abend. THE RUINS erschaffen eine mehrere Ebenen umspannende Klanggestalt, die unglaublich finster, kalt und doch warm zugleich erscheint. Und zwar live wie auf Platte. Umso erstaunlicher, dass all dies aus der Feder eines einzelnen stammt und live von Session-Musikern dargeboten wird.

Ich möchte mich an dieser Stelle mit zu vielen Umschreibungen zurückhalten. Es ist mir nun aber verständlich, warum ein Teil des Publikums tatsächlich nur wegen des Headliners gekommen ist. Die hohen Erwartungen dürften erfüllt worden sein. Ich musste leider einen Titel vor Schluss los; neugierig wäre ich im Nachhinein allerdings, wie sie das schräge Cover von PINK FLOYD’s “Set the Controls for the Heart of the Sun” live umsetzen würden… 😉

Hier noch die vom Skullcrusher freundlicherweise weitergeleitete Setlist mit Links zum Anspielen:

Samhain Celebration III

2 Nov

An Evening of Dark Art and Music (originally posted on teufelskunst.com)

The art dealers

The third Samhain Celebration combined again both some of the best black metal as well as exclusive hand-made art fitting to the event. Ybenhain offered their resin jewelry and items made of bizarre forest finds, from crazy colored beetles, weird spiders to plenty of animal teeth, combined with flora and fauna from the forest ground and trees. You can check out the creations at the Ybenhain Instagram. In contrast, Black Arts of Mine creates all things from metal and bone. He contributed etched copper pendants and pins with the Samhain Harvest Seal for the event. Besides that there were some pieces that drew my attention, such as the precision work on a copper hendecagram pendant (see below). There was also a weird metal chest with a fly engraving, housing a steel cased vial filled with a dozen dead flies. You can view the works in all their morbid glory on the Black Arts of Mine Instagram. Last but not least, I brought with me new art editions as well as an ever growing assortment of incense blends.

The bands

The other part of the evening, and a reason for people to travel as far as from the States, were the bands. I could not check out all of them, but at least caught a few snapshots of Turia, the Mosaic feat. Schwadorf set and Fyrnask. I would love to hear about your first impression of seeing Turia live and realizing a female is doing those ghoulish voces…

The Stage

Signature feature and fundament for the evening’s special atmosphere appreciated so much by the audience is the stage set, annually adorned with reeds, ivy, chestnut garlands, corn dolls, carved skulls and this year’s corn sun. Connecting it all since three years is the Seal of the Harvest in the back, which I once designed for the event.

Initiating the Samhain magic

The Samhain Celebration in Gotha is one of those rare occasions where I can show presence with my art and meet people that are on a similar wavelength. It is a unique combination of art, tradition, music and spirit, which both is highly satisfying for the performers as well as the audience. Making it all possible are the people of The House of Inkantation, Eisenwald and a handful of helpers.

Wendy McNeill @Kassette, Düsseldorf

9 Aug

My first time out in Düsseldorf, also my first time going to a concert in ages, and also I had not bought any new music for a long time. Nor had I heard of Wendy McNeill before. Until fellow photographer Adrien of Nekrographie gave me the tip. I had no idea that he has been a huge fan of her for years. Well, now I understand why. It’s one of the best things in life, going to a show and falling in love with an artist right there. Even better, to be able to get to meet and chat with them afterwards. So, now I have been out in Düsseldorf, I went to a concert, and bought lots of new music. Mission accomplished. Thanks Wendy and Adrien!

Wendy Mc Neill sings and plays the accordion and guitar. She tells stories so vividly and captivating that it is easy to get lost in tales of wolves, sirens and unlucky men…

Ask Me No Questions video: https://www.youtube.com/watch?v=9P4lgdS8xaw
Website: https://www.wendymcneill.com/

Samhain Celebration II

4 Nov

Carved horse skull by Kvlt&Knochen, featuring the Samhain Harvest Seal

One week ago I took part in the second Samhain Celebration, hosted by the House of Inkantation, at The Londoner in Gotha. I attended bleary-eyed yet exited. I had worked until the very last minute on the artworks and merch, which included ink drawings of my sigilla magica, samples and glass jars with my self-made incense blends, the last Teufelskunst rosaries, postcards and the original art I had done for German doom band Werian.

The House of Inkantation folks prepared again a unique stage design, which was crowned by a horse skull, into which G. Bergfex of Kvlt&Knochen had carved and imbued with blood the official Samhain Harvest Seal. On the stage performed Rim Runa, Werian, Forndom, Sun of the Sleepless and Malokarpathan. Another special treat were the dedicated wooden boxes pyrographed by C. & M. Falkenstein.

Dedicated box with VIP pass and leather amulet, pyrographed by House of Inkantation

My company, the photographer Anne Ida Helmer, has set herself the goal to document me – by all means not an easy task. But I was glad to have her around. We spend the whole weekend in Gotha, touching base and forging future plans. It was nice to finally meet some of the people in person, whom I had done artwork for, and to get to know new faces. I was overwhelmed by the support and interest in my work. This made me forget the sacrifices of the past weeks. It was also refreshing to get to witness new music, bands I had and had not heard of before. I come out of this gathering with new art commissions, possible participation in new events and more.

Thanks to all involved, who made this year’s celebration of the end of summer a success beyond expectations. Thanks in particular to the House of Inkantation/Eisenwald, Mosaic, Werian, Photos of Kaos, Kvlt&Knochen and friends from Austria and Switzerland, the rest of the merch team, Forndom and Anne.

Below some impressions…

Art Crossing: Werian performing on the Samhain stage in Gotha, with art by me and House of Inkantation

Werian, Teufelskunst Wolfsbane sigil used on stage

“Wolf Shaman” artwork, done exclusively for the band Werian, accompanies their stage rituals

Werian, upcoming album Lunar Cult Society is available for pre-order

Sun of the Sleepless, intense performance

Inkantator K. performing with Sun of the Sleepless

For more visit my occult art website and shop at www.teufelskunst.com

Besides, Samhain Celebration III is already taking shape. Pre-sale tickets are strictly limited to 200.

Dissection Photo Maps

7 Jul

Commemorating the 10 year anniversary of the “Dissection Midsummer Massacre”, I am making new photo maps. The map shown here was commissioned by a fan from Germany. The map contains 32 prints of my concert photos from the Dissection Midsummer Massacre + 1 band photo from the “Reinkaos” album booklet. The prints are 20 x 30 cm. Each photo is signed on the back. The map is hand-made from black photo-carton and the hendecagram on the cover is also drawn by hand. A short intro text accompanies the photo prints. For details please view the above photos.

Pricing: 99 Euro + shipping

For ordering please write me an e-mail at contact @ wr-photography.com

King Dude

4 Mar

Of capnomancy, silver crucifixes and pesky crane drivers….

King Dude and his Demon Brothers, Feb. 26, 2016, Scheune, Dresden

Bringing the devil’s music to town and entertaining the audience with an explosive mix of melancholia, laughter and anger. We have to thank mister TJ “King Dude” Cowgill and his musical companions for a fine show.

Brujeria

6 Aug

Brujeria, 4-Aug. ’15, concert at Chemiefabrik Dresden

“Fuck Donald Trump European Tour”

I arrived the moment Brujeria started playing, so sadly missed out on Dresden’s Bezerk. (Next time!) The Brujeria gig was smoking hot. The concert room was crowded and people were moshing and stage diving to the Mexican-American death metal / grindcore mix. I quickly wriggled myself through the crowd and hurried to empty my beer whilst photographing and headbanging. In the middle I got hit from the front by a stage diver and for a moment was convinced my camera had been crushed through the impact. I was about to make peace with the circumstance of having sacrificed my camera during a Brujeria gig. Well, turns out this was not the case and I could continue photographing and headbanging.

The concert was a hell lot of fun and went by rather quickly, even though the band played a plethora of songs from different eras (see setlist below). I was especially amazed by the female grind vocals. Since 2000 Gaby Domingez alias Pititis lends her woman power to the line-up. Her brutal growls along with the costumes and performance contrast and add glamour to the otherwise straightforward stage show. Having been on tour in Europe for 3 weeks the performance at Chemiefabrik was neat and sure worth the ticket. The European tour continues for another 3 weeks. Find the remaining tour dates on the band’s Facebook page.

Brujeria consists of members from different other well-known line-ups, such as Carcass and Napalm Death. Their music is a groovy, rhythmic blend of death metal and grindcore with some punk influences. Despite writing their songs entirely in Spanish and dressing up as Mexican drug lords and police, they are not of Mexican origin. The song texts are dealing with topics such as death, sex, politics, the mexican war on drugs, sorcery and satanism. The motto on the current tour shirts reads “Fuck you puto” written over the face of Donald Trump.

Setlist:

  • Intro
  • Pito Wilson
  • Colas de Rata
  • La Migra
  • Hechando Chingasos
  • Pititis
  • Vayan Sin Miedo
  • Sida de la Mente
  • Desmadre
  • Angel de la Frontera
  • Marcha de Odio
  • Anti Castro
  • Revolucion
  • Division del Norte
  • Brujerizmo
  • Consejos Narcos
  • La Ley del Plomo
  • Matando Gueros
  • Outro – Marijuana
  • Extra: Macarena